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Das neue Giant Propel: Aerodynamik & Leichtgewicht

Die 4. Generation des Giant Propel im ersten Test

Das neue Giant Propel: Aerodynamik & Leichtgewicht

Giant stellt mit der neuen Propel-Generation seine neuen, stark überarbeiteten Aero-Race-Modelle vor. Einblicke, Hintergründe & ein erster Test.
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Das neue Giant Propel wurde am 6. März präsentiert. Die Grundlage der neuen Propel-Varianten ist das „Total Speed System“, bei dem der Fahrer, der Rahmen, das Cockpit und die Laufräder als integriertes Gesamtsystem betrachtet werden. Das Ziel der Entwicklung war es, den Luft- und Rollwiderstand ganzheitlich zu reduzieren und gleichzeitig die Steifigkeit sowie die Kontrolle zu erhöhen.

Giant Propel: Entwicklung & Gewichtsersparnis

Die Entwicklung erfolgte mithilfe von CFD-Analysen, umfangreichen Windkanaltests sowie Praxiserfahrungen aus dem Profisport. Das Spitzenmodell Propel Advanced SL-0 verfügt über einen im Vergleich zur Vorgängergeneration um 45 Gramm leichteren Rahmen. In Kombination mit neuen integrierten Aero-Cockpits, optimierten Komponenten und dem Cadex-Max-50-Laufradsystem ergibt sich je nach Modell eine Gewichtsersparnis von bis zu 355 Gramm.

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Wir testeten das neue Giant Propel bereits in Südfrankreich.

Gleichzeitig wurden die Steifigkeitswerte erhöht, was sich in einer verbesserten Kraftübertragung äußern soll. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Fahrkomfort. Überarbeitete Rahmenbereiche, eine integrierte Sattelstütze mit einer erhöhten Nachgiebigkeit sowie eine maximale Reifenbreite von 32 Millimetern sollen Vibrationen reduzieren und die Ermüdung verringern.

Giant Propel: Komponenten & Aerodynamik

Ergänzend wurden neue Komponenten wie die SLR-0- und SLR-1-50-Carbon-Laufräder mit 50 Millimeter hohen Hookless-Felgen sowie neue Gavia-Course-Reifen mit einem reduzierten Rollwiderstand vorgestellt. Neue integrierte Aero-Lenkerlösungen – Contact SLR 0/1 sowie Contact SL Aero – verbessern die Aerodynamik, Ergonomie und Kabelintegration.

Laut Giant bietet das neue Propel-Advanced-SL-0-Modell im Vergleich zur vorherigen Generation einen Leistungsvorteil von 18,4 Watt beziehungsweise „spart“ über eine 40-Kilometer-Distanz bei 40 km/h rund 72 Sekunden. Die Modellpalette umfasst die Serien Propel Advanced SL, Propel Advanced Pro und Propel Advanced in verschiedenen Ausstattungsvarianten sowie Rahmensets.

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Giant Propel: Preise & Testeindrücke

Die Preise beginnen bei 2699 Euro für das Propel-Advanced-Pro-Rahmenset. Kompletträder sind ab 2999 erhältlich. Das Top-Modell mit einer Sram-Red-AXS-Schaltgruppe kostet 11.999 Euro.

Wir konnten das neue Giant Propel in Südfrankreich bereits testen. Nach zwei Testfahrten zeigt das neue Propel einen klaren Fokus: Aero-Performance bei einer gleichzeitig spürbaren Gewichtsreduktion. Optisch ist es eindeutig als Aero-Rad erkennbar, wirkt dabei aber in den Proportionen ausgewogen. Das Cockpit, die Cadex-Max-50-Laufräder und die neuen Reifen prägen das Gesamtbild. Hier wird deutlich, dass alles als ein System konzipiert wurde.

In der Rahmengröße S mit einem 360 Millimeter breiten Lenker fällt die Sitzposition sportiv, aber vergleichsweise kompakt aus. Die Ergonomie des Lenkers überzeugte im Test, zudem führt das steife Cockpit zu einem sehr direkten Lenkgefühl.

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Das neue Propel wurde aerodynamischer und leichter.

Giant Propel: Beschleunigungsverhalten & Komfort

Beim Beschleunigen fällt sofort das geringe Gewicht auf. Das Rad reagiert sehr direkt und wirkt agiler, als man es von einem klassischen Aero-Bike erwarten würde. Das Lenkverhalten ist sehr präzise. Gleichzeitig bleibt das Propel auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten immer stabil und berechenbar. Die 50 Millimeter hohen Felgen erwiesen sich als recht seitenwindanfällig, bewegen sich jedoch im üblichen Rahmen dieser Kategorie. Die neu abgestimmten Reifen benötigen etwas Eingewöhnung, weshalb der Grenzbereich noch nicht ausgelotet wurde. Laut Hersteller ist das Hookless-Tubeless-System umfassend getestet; eine Kompatibilitätsliste für freigegebene Reifen liegt vor.

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Die Rahmensteifigkeit des Propel ist top.

Trotz klarer Race-Ausrichtung wirkt das Rad nicht übermäßig hart. Kleinere Unebenheiten werden spürbar gedämpft, ohne die direkte Rückmeldung zu verlieren. Der Rahmen und die Laufräder präsentieren sich im Sprint und unter Last sehr steif.

Das erste Test-Fazit: Das Propel positioniert sich als modernes Aero-Rad mit einem überraschend agilen Charakter. In den kommenden Monaten werden wir das neue Propel im Rahmen eines Dauertests weiter fahren. Ein ausführlicher Testbericht folgt dann in einer der nächsten RennRad-Ausgaben.

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