Wahoo Elemnt Ace, GPS-Radcomputer, Test, Kaufberatung
Wahoo Elemnt Ace – GPS-Radcomputer im Test: Kauftipp

Im Test: GPS-Radcomputer Wahoo Elemnt Ace

Wahoo Elemnt Ace – GPS-Radcomputer im Test: Kauftipp

Der Wahoo Elemnt Ace im Test: Top-Display, intuitive Bedienung, lange Akkulaufzeit & einzigartiger Windsensor. GPS-Radcomputer für höchste Ansprüche.
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Der Computer

Der Wahoo Elemnt Ace ist der größte und mit etwas mehr als 200 Gramm der schwerste Fahrradcomputer in diesem Vergleich. Das entspiegelte und transflektive 3,8-Zoll-TFT-Display ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung sehr gut ablesbar – die automatische Hintergrundbeleuchtung reagiert schnell auf wechselnde Lichtverhältnisse.

Die Bildschirmgröße sorgt für einen hohen Detailreichtum, besonders bei den Karten-, Summit- und Workout-Datenfeldern. Das Routing und Re-Routing, falls man sich verfährt, gehören zu den besten in diesem Testfeld. In der Bedienung kombiniert der US-Hersteller einen Touchscreen mit sechs gut erreichbaren und erhabenen Tasten. Das funktioniert intuitiv und ist auch mit langen Handschuhen zuverlässig.

Generell gehört die Bedienfreundlichkeit zu den großen Stärken von Wahoo. Vom übersichtlichen Hauptbildschirm gelangt man schnell zu den Geräteeinstellungen oder den gekoppelten Sensoren, inklusive ihrer Akkustände. Ein integrierter Lautsprecher ermöglicht akustische Abbiegehinweise und sogar eine elektronische Klingel, die man durch doppeltes Tippen auf das Display während der Fahrt aktiviert.

Als einziges Modell im Test bietet der Ace einen integrierten Windsensor an der Vorderseite – mehr dazu unter „Besonderheiten“. Der große Akku bot im Test sehr lange Laufzeiten von bis zu 30 Stunden – ein Top-Wert.

Die App & Plattform

Nahezu alle Einstellungen des Ace lassen sich über die neue Wahoo-App konfigurieren. Diese ersetzt die bisherige Elemnt-App und erweitert sie um zahlreiche neue Funktionen. Neben der Routen- und Workout-Synchronisation bietet die App ein eigenes Portfolio an Routen und Workouts.

Zusätzliche Einheiten und Trainingspläne lassen sich über die hauseigene Trainings-Plattform Systm synchronisieren und auf den Ace übertragen. Die App dient auch zur übersichtlichen Konfiguration aller Datenseiten und -felder, der Kartenverwaltung, der Benachrichtigungen und vieles mehr. Hier lassen sich individuelle Trainingsprofile anlegen und Strava-Live- sowie Summit-Segmente aktivieren oder deaktivieren. Live-Tracking und Smart-Notifications gehören ebenfalls zur sehr umfangreichen Ausstattung.

Der Ace koppelt sich mit allen gängigen Sensoren via Bluetooth- oder ANT+-Standard – von Pulsgurten und Powermetern über Smartlichter und Radar bis hin zu Smart-Trainern und Sram-AXS- sowie Shimano-Di2-Gruppen.

Die Schwächen

Funktionell leistet sich der Elemnt Ace keine Schwächen. Kleinere Minuspunkte gibt es nur beim Gewicht und dem Formfaktor. Die Größe ist mitverantwortlich dafür, dass der Ace nicht an jede Fahrradcomputer-Halterung passt – oft aufgrund des fehlenden Platzes vor dem Lenker.

Die mitgelieferte Aluminium-Halterung ist zwar sehr hochwertig verarbeitet und recht robust, aber sie ist mit ihrer Standard-Klemmung nur für runde Lenker geeignet.

Das Besondere

Der Elemnt Ace ist der erste Radcomputer weltweit, der über einen integrierten Windsensor verfügt, der die Windgeschwindigkeit in Echtzeit misst. Der Sensor ermittelt die Relativgeschwindigkeit, ergo die Differenz zwischen der Wind- und der Fahrgeschwindigkeit, um so die Stärke des Rücken- beziehungsweise Gegenwinds zu bestimmen.

Die Ergebnisse werden in Echtzeit auf dem Display eingeblendet. Eine detaillierte Auswertung aller Wind-Daten ist anschließend in der Wahoo-App verfügbar.

Das Fazit

Der Wahoo Elemnt Ace überzeugt in allen Testkategorien. Das Display zählt zu den besten in diesem Vergleich. Die Bedienung ist intuitiv, der Funktionsumfang und die Konnektivität sind herausragend. Die Akkulaufzeit reicht problemlos für manche Mehrtagestouren ohne Nachladen. Der Windsensor ist aktuell eher ein nettes Gimmick, stellt jedoch die Grundlage für künftige Funktionen per Software-Update dar. Angesichts der sehr umfangreichen Ausstattung wird auch der Preis relativiert.

GPS-Radcomputer im Test: Strecken & Daten

Wahoo Elemnt Ace im Test: Kompakt

Preis 599 Euro
Display farbig, TFT, beleuchtet, mit Umgebungslichtsensor, Touchscreen, sechs Tasten, 3,8-Zoll-Diagonale, 480 x 720 Pixel
Maße 125 x 70 x 20 Millimeter
Gewicht 208 Gramm, nur Tacho ohne Halterung
Akkulaufzeit circa 30 Stunden (Herstellerangabe)
Halterung Standard-Halterung für Standard-Lenker, Wahoo-Standard
Lieferumfang Elemnt Ace, Lenkerhalterung, USB-C-Kabel, Sicherungsband
Zubehör diverse Halterungen, Trittfrequenz-/Geschwindigkeitssensor, Pulsgurt, Radar, Wattmess-Pedale
Plattformen Strava, Komoot, Adidas, Apple Health, Dropbox, Mapmyfitness, Mapmytracks, Myfitnesspal, Ride With GPS, Trailforks, Training Peaks, Xert, Best Bike Split

Technik-Facts

Wahoo-App, Speicher 64GB, Dualband-GPS, Wind-Sensor, Digitale Klingel, Barometrischer Höhenmesser, Temperatursensor, Beschleunigungssensor, Gyroskop, Bluetooth LE, Ant+, WiFi, Di2- und AXS-kompatibel, Leistungsmesser, Radar, Trittfrequenz, Smart-Trainer, USB-C-Anschluss, Sportprofile, Turn-by-Turn-Navigation, Live-Tracking, Strava-Live-Segmente, Summit, Systm-Outdoor-Workouts, Smart Notifications, wasserdicht

Stärken und Schwächen

+ Funktionsumfang
+ Bedienung
+ Display
+ Akkulaufzeit
+ Sensoren
+/- Formfaktor
+/- Preis
– Gewicht

Schlagworte
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