Funktionsunterhemden, Test, Kaufberatung, Socken, Radsocken
Funktionsunterhemden und Sportsocken für Radfahrer im Test

Unverzichtbar

Funktionsunterhemden und Sportsocken für Radfahrer im Test

Jeder braucht sie, bei jeder Fahrt: Radsocken und Funktionsunterhemden. 18 Paar Sportsocken und 18 Sportshirts im Test. Der Vergleich.
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Sommer, ein schattenloser Anstieg, der Schweiß rinnt. 20 Minuten später: 60, 65, 70 km/h, eine Abfahrt, kühler Fahrtwind. Dies ist eine der vielen Situationen, in denen sich eine funktionale Zwischenschicht zwischen den Trägern der Radhose und dem Trikot bezahlt macht. Eine Zwischenschicht, die für die allermeisten Radsportler unverzichtbar ist: ein Funktionsunterhemd. Funktionsunterhemden können die Temperaturregulation unterstützen. Sie können, im Idealfall, den Schweiß weiterleiten und somit vor dem Auskühlen schützen. Und: Sie sollten so konzipiert sein, dass sie möglichst schnell wieder trocknen.

Der Wirkmechanismus: Hydrophobe Kunstfasern am Körper sind mit hydrophilen Fasern im Außenbereich verwoben und transportieren den Schweiß weg. Oder: Die inneren Fasern sind dicker als die äußeren und machen sich den sogenannten Kapillareffekt zunutze. Außen am Unterhemd kann der Schweiß dann verdunsten. Auch die sogenannten Fishnet-Stoffe, die kaum Schweiß aufnehmen können oder sollen, haben einen Effekt: Ein dünnes „Luftpolster“ sorgt hier für die nötige Isolierung des Körpers. Zudem nimmt auch das Netzmaterial, in geringerem Ausmaß, Schweiß auf und „transportiert“ diesen vom Körper weg.

Passform

Die Passform: Ein Funktionsunterhemd sollte in der Regel sehr nah am Körper anliegen, da sonst der Schweißtransport vermindert ist. Die Materialstärke ist hingegen ein sehr individuelles Thema. In diesem Test zeigte sich, dass auch viele der etwas „dickeren“ Varianten bei Sommertemperaturen punkten können. Wenn auch die dünneren luftigeren Modelle im Hochsommer oftmals Vorteile haben. Trägt man etwa ein sehr dünnes Trikot mit Aero-Ärmeln, trägt ein Unterhemd mit kurzen Ärmeln oft etwas dick in diesem Bereich auf. In solchen Fällen empfiehlt sich ein ärmelloses Unterhemd. Bei niedrigeren Temperaturen, wenn man etwa am Morgen sogar mit Armlingen losfährt, würde die ärmellose Variante eine Kältebrücke entstehen lassen. In solchen Fällen haben, logischerweise, die Ärmel-Varianten klare Vorteile.

Der Faktor Geruchsentwicklung: In unserem Dauertest zeigt es sich, dass die hier verwendeten modernen Kunstfasern – erfreulicherweise – nach beziehungsweise während des Trainings in der Regel nur schwache Gerüche entwickeln. Der Preisfaktor: Ein gutes Unterhemd bekommt man, trotz der aktuellen enormen Inflation, ab 30 bis 40 Euro. Auch nach oben gibt es Grenzen. Selbst die namhaftesten Firmen verlangen nicht mehr als 70 Euro.

Funktionsunterhemden, Test, Kaufberatung, Socken, Radsocken

Wichtige Details: Körpernaher Schnitt: Ideal ist ein nah anliegendes Unterhemd, das zugleich nicht einengt. Die Feuchtigkeit wird so am schnellsten nach außen transportiert. Nahtloser Strick: Die besten Nähte sind die, die es gar nicht gibt. Denn dann ist der Tragekomfort erhöht. Auch Flachnähte können hier noch punkten…

Funktionsunterhemden, Test, Kaufberatung, Socken, Radsocken

Ärmel vs. ärmellos: Ein ärmelloses Shirt ist ideal für sehr hohe Temperaturen. Zudem passen sie meist besser zu Aero-Trikots. Ärmelvarianten sind Allroundmodelle. Länge: Ein Shirt, das zu kurz ist, rutscht leichter hoch. Deswegen gilt meist: Ein gutes Unterhemd sollte zehn Zentimeter unter den Hüftknochen reichen.

Diese Funktionsunterhemden für Männer haben wir getestet

Marke Modell Preis Bewertung Prädikat
Alé Intimo Quark 39,95 Euro 4,5 / 5
Assos Summer No Sleeve Skin Layer 60,00 Euro 4,5 / 5 Kauftipp
BBB Meshlayer BUW-10 34,95 Euro 4 / 5
Castelli Pro Mesh Baselayer Short Sleeve 64,95 Euro 4 / 5
Ekoi Suntech Evo 28,35 Euro 4,5 / 5 Preis/Leistung
Gore M Baselayer Sleveless Shirt 34,95 Euro 4 / 5
Löffler Men’s Singlet Transtex Light+Testbrief 39,99 Euro 5 / 5 Testsieger
Mavic Hotride+ Sleeveless Graphic Tee 45,00 Euro 4 / 5
Q36.5 Baselayer Zero Mesh Green 50,00 Euro 4,5 / 5 Kauftipp
Rapha Merin Mesh Baselayer SL 65,00 Euro 4,5 / 5 Kauftipp
Spatz Coolr Summer 59,99 Euro 4 / 5
Sportful Pro Baselayer Sleeveless 54,90 Euro 4,5 / 5 Kauftipp

Diese Funktionsunterhemden für Frauen haben wir getestet

Marke Modell Preis Bewertung Prädikat
Assos Women’s Summer Short Sleeve Skin Layer 70,00 Euro 4,5 / 5
Castelli Pro Mesh 3 Women’s Sleevesless 59,95 Euro 4,5 / 5
Ekoi Emma 22,90 Euro 5 / 5
Löffler Women’s Singlet Transtex Light+Testbrief 39,99 Euro 4,5 / 5 Kauftipp
Rapha Women’s Merino Mesh BL SL 70,00 Euro 4,5 / 5
Sportful Pro Baselayer Women’s SL 54,90 Euro 5 / 5 Testsieger

Die ausführlichen Testberichte der Funktionsunternehmen für Frauen und Männer finden Sie in der RennRad 8/2022. Hier können Sie die Ausgabe als Printmagazin oder E-Paper bestellen.

Regeln für Fahrradsocken

Fahrradsocken sind oftmals nicht nur funktional, sondern teils auch ein Mittel zum Ausdruck der Persönlichkeit. Für den Renneinsatz gibt es auch hier Regeln. Die UCI schreibt vor: „Socken, die im Wettkampf getragen werden, dürfen nicht über die halbe Distanz zwischen Außenknöchel und der Mitte des Wadenbeinköpfchens hinausgehen.“ In der Realität sieht es so aus, dass die längsten Socken in diesem Vergleichstest eine offizielle Schaftlänge von 18 Zentimetern haben. Allerdings können stramm gezogene Socken an Fuß und Wade durchaus drei bis vier Zentimeter länger sein.

Nach den – nicht ganz ernstgemeinten – inoffiziellen Benimm- beziehungsweise Rennradfahrer-Outfit-Regeln der „Velominati“ heißt es, konkret in der Regel Nummer 27: „Nicht zu lang und nicht zu kurz. […] Keine Socken geht gar nicht. Knöchelsocken sind für Tennisspielerinnen.“ Regel Nummer 28 sagt über die Farbe: „Socken können verdammt noch mal jede Farbe haben, die man mag. Weiß ist oldschool. Schwarz ist auch cool, hat aber ein schlechtes Image wegen eines gewissen Texaners. Falls man farbige Socken trägt, sollen sie aber zum Rest des Outfits passen.“

Größen und Preise

Die Meinung unserer Redaktion besagt: Jeder wie er mag. Jedes Auswahlkriterium ergibt für sich Sinn – von der Optik über die Funktionalität bis hin, natürlich, zum Preis-Leistungs-Verhältnis.

Viele der Test-Modelle sind unisex. Die Kategorisierung als Männer- beziehungsweise Frauenmodelle ist demnach teilweise sehr schwierig. Die Hersteller haben manche Modelle schlicht und einfach je in Damen- oder Herrengrößen in diesen Test geschickt.

Die meisten Modelle wiesen verschiedene Strick- beziehungsweise Materialzonen auf. In der Regel werden mindestens zwei oder drei verschiedene, unterschiedlich je nach Belastungs- und Einsatzzone, gestaltete Zonen eingesetzt.

Die Testmodelle kosten zwischen zwölf und 20 Euro. Der maximale Preisunterschied beträgt somit 80 Prozent. Die Bandbreiten in diesen beiden großen Testfeldern sind jeweils sehr weit – so weit, dass wohl jeder potenzielle Käufer in diesem Vergleichstest fündig wird.

Diese Fahrradsocken für Männer haben wir getestet

Marke Modell Preis Bewertung Prädikat
Alé One 18,95 Euro 4 / 5
Assos RS Socks Targa 19,00 Euro 5 / 5 Testsieger
BBB Highfeet 2.0 18,95 Euro 4,5 / 5
Castelli Endurance 15 Socks 18,95 Euro 5 / 5 Testsieger
Ekoi Perforato 2 13,08 Euro 4,5 / 5
Gore M Brand Mid Socks 14,95 Euro 3,5 / 5
Mavic Essential High Sock 15,00 Euro 5 / 5 Kauftipp
Q36.5 Leggera White 16,00 Euro 5 / 5 Testsieger
Rapha Pro Team Socks 20,00 Euro 5 / 5 Kauftipp
Spatz Sokz Long-Cut Cycling Socks 16,99 Euro 3,5 / 5
Sportful Sliff Socks 19,90 Euro 4,5 / 5

Diese Fahrradsocken für Frauen haben wir getestet

Marke Modell Preis Bewertung Prädikat
Alé Stripes 18,95 Euro 4,5 / 5
Assos GT Socks C2 17,00 Euro 5 / 5 Kauftipp
Ekoi Line Pro Sunlight 13,08 Euro 5 / 5 Preis/Leistung
Mavic Essential Mid Sock 12,00 Euro 5 / 5 Preis/Leistung
Rapha Lightweight Socks 20,00 Euro 4,5 / 5
Sportful Velodrome Socks 14,90 Euro 4,5 / 5 Kauftipp

Die ausführlichen Testberichte der Radsocken für Frauen und Männer finden Sie in der RennRad 8/2022. Hier können Sie die Ausgabe als Printmagazin oder E-Paper bestellen.

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