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Continental Grand Prix 5000

Continental Grand Prix 5000: Neuer Rennrad-Reifen – auch tubeless

Continental Grand Prix 5000: Nachfolger des Klassikers – auch tubeless

Continental zieht nach: Der Grand Prix 5000 ist der Nachfolger des Allround-Reifen Grand Prix 4000 S II – als Clincher- und als Tubeless-Version.
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Der Klassiker läuft aus: Continentals Grand Prix 4000 S II wird nicht mehr produziert – stattdessen bringt der deutsche Hersteller den Nachfolger Continental Grand Prix 5000 auf den Markt. Das Modell gibt es sowohl als Clincher- als auch als Tubeless-Reifen. Einen Tubeless-Rennrad-Reifen hatte der Made-in-Germany-Hersteller Continental bislang nicht im Sortiment.
Sowohl beim Clincher- als auch beim Tubeless-Modell argumentiert Conti mit eigens erhobenen Laborwerten. In den entscheidenden Anforderungsbereichen sollen die neuen Modellen laut Continental bessere Werte als vergleichbare Reifen der Konkurrenz bieten.

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Continental Grand Prix 5000: Nachfolger des Klassikers

Der Grand Prix 5000 soll laut Continental ein „würdiger Nachfolger“ des GP 4000 S II sein – und dennoch mehr als eine Weiterentwicklung des bewährten Modells. Hinsichtlich Rollwiderstand, Laufleistung, Komfort und Pannenschutz soll der Grand Prix 5000 bessere Werte liefern als sein Vorgänger.

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Grip vs. Rollwiderstand

Speziell am bestmöglichen Verhältnis zwischen Rollwiderstand und Grip haben die Entwickler für den neuen Reifen gearbeitet. Chefentwickler Edwin Goudswaard erklärte, dass beide Eigenschaften sich natürlicherweise gegenseitig behindern. Mit der neuesten Version der bekannten Black-Chili-Mischung komme man einem optimal ausgewogenen Verhältnis aber sehr nahe: dem aus Steifigkeit und Stabilität eines gut rollenden Gummis, der gleichzeitig weich genug wird, um bestmögliche Bodenhaftung zu bieten.

Der neue Continental Grand Prix 5000

Der neue Rennradreifen: Besser in allen Bereichen

Continental präsentierte ausgewählten internationalen Fachmedien vorab die im eigenen Labor erhobenen Werte des Grand Prix 5000. Im Vergleich zum Vorgänger soll der Rollwiderstand um 12 Prozent geringer sein. Der Pannenschutz erhöht sich demnach sogar um 20 Prozent. Als Version in 25 Millimetern Breite ist der Reifen um zehn Gramm leichter als das vergleichbare Vorgängermodell. Zudem soll der Komfort deutlich erhöht sein.

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Continental Grand Prix 5000: Die Technologien

Vier Haus-Technologien machen die Continental-Entwickler für die verbesserten Werte verantwortlich.

Lauffläche: Black Chili Compound

Die Gummimischung der Lauffläche unter dem Namen Black Chili ist bekannt – sie wurde für den neuen Reifen weiterentwickelt. Die Laufleistung der neuen Mischung soll höher sein, das Abrollverhalten besser.

Haftung: Lazer Grip

Die neuen Einkerbungen an den Seiten der Lauffläche, dem sogenannten Schulterbereich, erhöhen die Bodenhaftung in Kurven. Die Mikro-Profilstruktur ist per Laser in den Reifen gekerbt – und von Conti als „Lazer Grip“ bezeichnet.

Die Lauffläche des Grand Prix 5000 mit Lazer-Grip-Profil im sogenannten Schulterbereich

Pannenschutz: Vectran Breaker

Direkt unterhalb der Black-Chili-Lauffläche liegt beim Conti-Reifen eine synthetische Faserschicht, die bei geringem Gewicht besonders reissfest sein soll. Dieser „Vectran Breaker“ genannte Pannenschutz wurde für mehr Sicherheit weiter überarbeitet.

Komfort: Active Comfort Technology

Gerade hinsichtlich des Komforts soll der GP 5000 eine Verbesserung gegenüber dem 4000 S II bieten. In die Lagenstruktur ist die sogenannte Active-Comfort-Technologie integriert, die Erschütterungen absorbieren und das Fahrgefühl verbessern soll. Die Dicke der Gewebewand der Drei-Lagen-Schicht wird mit 330 TPI angegeben und soll damit Ausgewogenheit zwischen hohem Pannenschutz und gutem Rollverhalten bieten.

Continental Grand Prix 5000: Größen und Gewicht

Den Grand Prix 5000 gibt es in 23, 25, 28 und 32 Millimetern Breite als klassische Rennrad-Faltreifen in Dimension 700 an. Das Gewicht eines Reifens gibt Conti dann mit je 200, 215, 235 und 290 Gramm an. Zudem gibt es zwei Modelle im 650b-Dimension. Bei 25 oder 28 Millimetern Breite soll ihr Gewicht bei 205 oder 230 Gramm liegen.

Der neue Continental Grand Prix 5000 als Tubeless-Version

Tubeless-Reifen: Conti zieht nach

Mit der Tubeless-Variante des neuen Reifens schließt der Korbacher Hersteller zudem eine Lücke im Sortiment. Einen Tubeless-Reifen für den Straßenradsport hatte Conti bislang nicht im Programm, während die Konkurrenz seit Jahren auf Tubeless setzte. Bei Contis neuem Tubeless-Reifen soll nun besonders die speziell konstruierte Seitenwand überzeugen, welche stabil auf Tubeless-Ready-Felgen sitzen soll.

Tubeless vs. Tubetype

Im Vergleich mit der Faltreifen-Version des Grand Prix 5000 soll beim Tubeless-Reifen der Rollwiderstand um fünf Prozent geringer sein, der Pannenschutz um fünf Prozent höher. Dass sich Tubeless-Reifen mit geringerem Luftdruck sicher fahren lassen und dadurch mehr Komfort bieten können, wird häufig als Vorteil des Tubeless-Systems angeführt. Continental empfiehlt, den Tubeless-Reifen mit der markeneigenen Dichtmilch zu montieren.

Die Montage des Continental Grand Prix 5000

Besonderen Wert hat Continental bei der Entwicklung des eigene Tubeless-Systems für den Straßenradsport auf Montagefreundlichkeit und Zuverlässigkeit des Halts auf der Felge gelegt. Hierfür tauscht sich Continental zudem gemeinsam mit anderen Herstellern über Felgen- und Reifenstandards aus. Grundsätzlich soll der GP 5000 mit allen für den Straßenradsport entwickelten Tubeless-Ready-Felgen kompatibel sein.

Tubeless: Größen und Gewicht

Den Tubeless-Reifen gibt es in 25, 28 und 32 Millimetern Breite in der klassischen Rennrad-Reifendimension 700. Das Gewicht eines Reifens gibt Conti mit 300, 345 oder 370 Gramm an. Das Modell in 650b-Dimension ist in einer Breite von 28 Millimetern erhältlich und soll 330 Gramm wiegen.

Der erste Test: Grand Prix 5000

RennRad konnte den Grand Prix 5000 als Tubeless-Version in 25 Millimetern Breite bei der offiziellen Vorab-Präsentation auf Teneriffa testen. Auf überwiegend gutem Asphalt am Pass über die Hochebene am Vulkan Teide testeten wir im langen Anstieg, in der Ebenen, sowie in der langen Abfahrt von knapp 2200 Metern bis hinab auf Meeresniveau. Die Straßen waren dabei überwiegend trocken, in der kurvigen Abfahrt jedoch über weite Strecken hinweg feucht oder nass.

Ähnlich wie beim Vorgänger überzeugte die Ausgewogenheit des Reifens, der am 2018 präsentierten Cannondale-Modell System Six mit Carbon-Laufrädern und Scheibenbrems-System montiert war. Die Tester lobten vor allem die Zuverlässigkeit und die sichere Haftung des Reifens in der Abfahrt. Auch vorsichtige Abfahrer fanden bei unterschiedlich starkem Gefälle und unterschiedlichen Neigungswinkeln in den Kurven Grip und trauten sich schnelle, kontrollierte Abfahrten zu. Auch bei starkem Anbremsen vor Kurveneingängen auf nassem Asphalt blieb der Bodenkontakt kontrolliert. Den Rollwiderstand beschrieben die Tester als spürbar gering.

Tests hinsichtlich der Haltbarkeit, der Leistung unter verschiedenen Bedingungen, mit unterschiedlichem Luftdruck sowie in Verbindung mit unterschiedlichem Material folgen im Magazin sowie hier auf www.radsport-rennrad.de.

Der Preis des neuen Continental

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt für die Clincher-Modelle bei 62,90 Euro, für die Tubeless-Versionen bei 74,90 Euro.

Mehr Informationen gibt es auf der offiziellen Seite des Herstellers.

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