Hautirritationen durch Reibung: Tipps für Radsportler

Wenn der Wolf mitfährt

Hautirritationen durch Reibung: Tipps für Radsportler

Radsportler kennen das Problem: Hautirritationen und Abschürfungen nach intensiven Trainingseinheiten. Tipps zur Prävention und Behandlung.
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Jeder Radsportler, ob Profi oder Hobbysportler, kennt die Probleme wunder Stellen auf der Haut. Sie entstehen besonders gerne an warmen Tagen und intensivem Training. Der Körper bildet vermehrt Schweiß und durch Reibung entstehen unangenehme Abschürfungen, die durch das Eindringen von Bakterien in besonders schmerzhafte Entzündungen enden können. Zur Vorbeugung und Behandlung derartiger Hautirritationen haben sich einige Mittel bewährt, sodass Radsportler richtig durchstarten können.

Wunde Stellen gar nicht erst entstehen lassen

Spezielle Radsportkleidung ist auch immer darauf ausgelegt, Hautreibungen an den typischen Stellen zu verringern. Am häufigsten sind die Oberschenkel betroffen, aber auch unter den Armen können Abschürfungen entstehen. Eng anliegende Radhosen und Trikots reduzieren Hautreibungen.

An Radhosen sind zusätzlich Polster angebracht, die zusätzlich schützen. Das Tragen von Unterwäsche ist dagegen eher kontraproduktiv, da die Sporthosen aus antibakteriellen schweißaufnehmenden Stoffen bestehen. Um sicherzustellen, dass die Hosen optimal ihre Arbeit verrichten können, sollten sie nach jeder Tour gründlich ausgewaschen werden. Da lohnt sich auch der Griff nach einem etwas teureren Modell, solange es optimal sitzt.

Sattel ist nicht gleich Sattel

Jeder Radsportler hat eine eigene Anatomie. Demnach ist die Sattelform eine ziemlich individuelle Angelegenheit. Dennoch haben sich einige Grundsätze bewährt. Dazu gehört auch, dass der Sattel eher schmal als breit sein sollte. Breite und dick gepolsterte Sattel schauen zwar gemütlicher aus und sind für Sonntagsfahrten die bessere Wahl, führen jedoch bei sportlichen Fahrten aufgrund der höheren Reibung schnell zum Oberschenkelwolf.

Auf der Suche nach der optimalen Sattelform lohnt sich das Durchtesten mehrerer Modelle. Dazu gehören auch lange Fahrten mit verschiedenen Satteln. Doch es lohnt sich. Einmal den persönlichen Sattelsitz gefunden, greifen Hersteller in ihren Modellreihen in der Regel auf die gleiche Sattelform zurück.

Die richtige Hautpflege vor und nach dem Fahren

Fortgeschrittene Radfahrer haben daheim eine Sitzcreme liegen, die sie sich vor der Fahrt auf die Haut schmieren. Sie beugt Wunden und Hautirritationen vor, indem sie die Haut weich hält und Feuchtigkeit abhält, sodass sie von der Radhose leichter aufgenommen werden kann.

Außerdem weist sie antibakterielle Eigenschaften auf. Nach der Dusche sollten ebenfalls hautpflegende Produkte auf gefährdete Stellen aufgetragen werden. Sie halten die Haut geschmeidig und spenden Feuchtigkeit, sodass sie sich optimal regenerieren kann und fit ist für das nächste Training.

Wenn die vorbeugenden Maßnahmen nicht ausreichten

Radfahrer können noch so sehr darauf achten, mit ihrer Haut sorgsam umzugehen, irgendwann erwischt es auch den vorsichtigsten Sportler. Dann heißt es als erste Maßnahme: Finger weg! Auch wenn die Stelle noch so juckt, ständiges darauf herumreiben macht den Fauxpas nur schlimmer. Besser ist das Auftragen einer entzündungshemmenden Salbe und der betroffenen Hautstelle möglichst viel frische Luft zukommen zu lassen. So können Hautirritationen schnell abklingen.

Auf das Fahrradfahren sollte, wenn möglich, auch zunächst verzichtet werden, solange sich die wieder beruhigt hat. Sobald sich aus kleinen, geröteten Stellen erstmal großflächige Entzündungen gebildet haben, werden aus ein paar Ruhetagen schnell Ruhewochen. Im schlimmsten Fall, wenn alles falsch gemacht wurde, entzündet sich die Stelle so stark, dass der Arzt konsultiert werden muss. Der kann dem Radler Antibiotika verschreiben.

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