Rennradschuhe
Rennradschuhe kaufen – worauf Profis achten sollten

Worauf sollte ich achten, wenn ich Rennradschuhe kaufe?

Rennradschuhe kaufen – worauf Profis achten sollten

Die richtige Ausstattung ist für jeden Sportler wichtig – das gilt auch für Rennradfahrer. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Rennradschuhe. Mit dem passenden Schuhwerk können Sie Ihre Trainingserfolge optimieren und schmerzhafte Sportverletzungen vermeiden. Doch was muss ein Rennradschuh können? Und wie finden Sie die passenden Schuhe?
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Den passenden Schuh für den eigenen Fuß finden

Um die perfekten Rennradschuhe für Ihre eigenen Bedürfnisse auszuwählen, sollten Sie in erster Linie offen sein. Das bedeutet, dass Sie sich nicht von vornherein auf eine konkrete Marke festlegen sollten, nur weil diese Ihnen zum Beispiel von einem guten Freund empfohlen wurde. Bedenken Sie, dass jeder Hersteller eigene Leisten einsetzt, die nicht zu jedem Fuß gleichermaßen gut passen.

Deshalb sollten Sie auf jeden Fall die Gelegenheit nutzen, die Rennradschuhe von unterschiedlichen Herstellern anzuprobieren. Am besten bestellen Sie direkt mehrere hochwertige Rennradschuhe von mehreren Marken in zwei Größen. Qualitative Schuhe für Rennradfahrer gibt es beispielsweise bei keller-sports.de. Wichtig ist, Schuhe auszuwählen, die für eine perfekte Kraftübertragung vom Fuß auf das Pedal sorgen. Auf diese Weise kann der Energieverlust an den Pedalen vermindert werden, wodurch die Beinmuskulatur effizienter genutzt wird.

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Rennradschuhe: So finden Sie die ideale Größe

Je nach Hersteller können Rennradschuhe sehr unterschiedlich ausfallen. Nur, weil Ihnen ein Paar von Shimano in Größe 45 passt, muss das beispielsweise nicht auch auf ein Modell von Gaerne zutreffen. Aus diesem Grund sollten Sie von einem Schuhmodell immer mehrere Größen anprobieren und sich im Anschluss entscheiden. Achten Sie darauf, dass vorne kaum noch Luft im Schuh ist.

Denn: Wegen der Zug- und Druckphase sind Funktion und Passform eines Rennradschuhs anders abgestimmt als etwa bei einem Laufschuh. Nur, wenn der Fuß in der Länge ohne viel Spiel in dem Schuh sitzt, passt die Bohrung der Cleat-Löcher optimal.

Worauf Sie bei der Anprobe achten sollten

Rennradschuhe probieren Sie am besten am Abend an. Im Tagesverlauf sackt das Blut nämlich in die Füße ab, sodass sie etwas dicker sind als morgens. Dasselbe passiert, wenn Sie einen langen Tag auf dem Rennrad verbringen, sodass Ihre Schuhe dann unter Umständen abends drücken. Außerdem sollten Sie bei der Anprobe die Innensohle herausnehmen. Stellen Sie sich anschließend darauf und überprüfen Sie, ob die Fußdimension, also die Länge und Breite, sowie die Leisten- und die Fußform richtig passt. Danach sollten Sie die Schuhe mit Radsocken anprobieren und den Schuh schließen.

Auf diese Weise können Sie herausfinden, ob Druckstellen entstehen. Achten Sie darauf, dass die Ferse nicht zu hoch geschnitten ist, denn dann könnte der Schuh an der Ferse oder der Achillessehne reiben. Wichtig ist zudem, dass das Schuhvolumen gut passt. Das merken Sie dadurch, dass Sie den Schuh problemlos schießen und nach Bedarf enger oder weiter stellen können. Keinesfalls sollte die Ferse hinten rausrutschen. Probieren Sie deshalb, die Ferse gegen den fixierten Rennradschuh hochzuziehen, wenn dieser geschlossen ist. Grundsätzlich gilt beim Rennradschuhkauf: Die Anprobe ist nur der Anfang. Sie werden meist erst nach einer mehrstündigen Fahrt merken, ob Ihr neuer Schuh wirklich zu 100 Prozent zu Ihnen passt.

Rennradschuhe: Wesentliche Eigenschaften

Am wichtigsten ist, dass der Schuh eine optimale Passform an Ihrem Fuß bietet. Er sollte kompakt und eng sein, darf aber dabei kein unangenehmes Druckgefühl erzeugen. Ein guter Rennradschuh wird sich an Ihren Fuß anpassen und für eine ideale Kraftübertragung vom Fuß aufs Pedal sorgen – und zwar stundenlang während Radmarathons und Ausfahrten. Sobald Sie einen Schuh mit der perfekten Passform gefunden haben, gilt es, weitere Eigenschaften zu berücksichtigen.

Von großer Bedeutung ist zum Beispiel ein guter Verschluss, der in der Lage ist, den Mittelfuß ohne Druckstellen zu fixieren. Genau dort wird die Kraft nämlich in erster Linie übertragen. Eine gute Belüftung spielt ebenfalls eine Rolle. Sie sollten lieber einen gut belüfteten Schuh in der kalten Jahreszeit mit Überschuhen abdichten, als im Sommer mit überhitzten Füßen fahren zu müssen. Ein Rennradschuh muss außerdem verwindungssteif sein. Das heißt, dass er sich nicht durch die bloße Handkraft in sich verwinden lassen darf. Auf die meisten hochwertigen Rennradschuhe trifft das zu.

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Sohle gehört zu den wichtigsten Auswahlkriterien

Bei den meisten Rennradschuhen werden Sie eine Plattenbefestigung nach 3-Loch-Standard vorfinden. Damit können die Cleats von Shimano, Time und Look montiert werden. Mitunter gibt es bei günstigeren Schuhen zwei separate Gewinde, die für SPD-Mountainbike-Cleats gedacht sind. Diese haben jedoch einen entscheidenden Nachteil im Vergleich zu MTB-Schuhen: Das SPD-Cleat steht über und ragt aus der Sohle heraus.

Zudem ist es sehr rutschig. Wenn Sie Speedplay-Pedalen bevorzugen, können Sie diese ebenfalls an 3-Loch-Sohlen befestigen. Dann ist aber ein Adapter erforderlich. Besser wären Sohlen, die über die Möglichkeit verfügen, die 4-Loch-Cleats direkt zu befestigen. Derartige Schuhe sind jedoch vergleichsweise selten zu finden.

Rennradschuhe: Auch das Obermaterial ist entscheidend

Neben einer festen Sohle ist auch das Obermaterial sehr wichtig, um für eine gute Kraftübertragung zu sorgen. Es sollte zum einen sehr anschmiegsam sein, damit es sich gut an Ihre individuelle Fußform anpasst, ohne dass es am Fuß drückt oder Falten wirft.

Zum anderen muss das Obermaterial jedoch auch eine hohe Festigkeit bieten, damit es die beispielsweise im Wiegetritt entstehenden Zugkräfte aufnehmen und den Fuß trotzdem gut fixieren kann.

Worauf Sie in puncto Innensohle achten sollten

Das Herzstück eines jeden Rennradschuhs ist seine Innensohle. Sie liegt direkt am Fuß an, weshalb sich damit die natürliche Verdrehung des Fußes unterstützen und korrigieren lässt. Zudem stabilisiert sie den Fuß, wodurch die Scherkräfte reduziert werden.

Das wirkt sich positiv auf den Vortrieb aus. Leider ist es oft so, dass auch teure Rennradschuhe meist nur über einfache und teilweise minderwertige Innensohlen verfügen. Deshalb sollten Sie darüber nachdenken, sich qualitative Innensohlen zum Nachrüsten Ihrer Schuhe zu kaufen. Dies könnte mit einem erheblichen Komfortgewinn einhergehen.

Steifigkeitsindex der Sohlen – was hat er zu bedeuten?

Manche Hersteller – wie zum Beispiel Northwave oder Scott – machen auf ihren Sohlen Angaben über den sogenannten Steifigkeitsindex. Doch was bedeuten Zahlen wie eine Steifigkeit 6 oder 10? Wichtig zu wissen ist, dass diese Angaben sich immer nur herstellerintern vergleichen lassen, da dies kein einheitlicher Richtwert ist. Demzufolge ist der Index auch nicht mit einer bestimmten Einheit wie zum Beispiel Millimeter pro Newtonmeter verbunden, sondern ein allgemeiner Orientierungswert, um sich im Portfolio eines Herstellers besser zurechtzufinden.

Die Vor- und Nachteile der einzelnen Verschluss-Systeme beachten

In Bezug auf den Verschluss haben Sie ebenfalls die sprichwörtliche Qual der Wahl. Doch was eignet sich am besten – Klett, Drehverschluss, Ratsche oder Schnürung? Welche Verschluss-Systeme in Ihrem Fall sinnvoll sind, hängt davon ab, welche Form Ihr Fußspann aufweist. Im Folgenden stellen wir die verschiedenen Systeme und ihre Vor- und Nachteile vor.

Klettverschlüsse

Ein gut verarbeiteter, einfacher Klettverschluss kann für eine sehr gute Druckverteilung auf dem Spann sorgen. Im Idealfall sollte der Schuh dann drei Klettverschlüsse aufweisen. Die Klettriegel dürfen aber weder zu dick noch zu steif sein und sollten sich auch mit der benötigten Spannung schließen lassen. Klettverschlüsse haben jedoch den Nachteil, dass Sie einen Verschluss komplett lösen und wieder schließen müssen, wenn Sie ihn unterwegs noch einmal anpassen möchten. Bei anderen Verschlüssen ist es hingegen möglich, sie dosiert zu verstellen.

Ratschenverschlüsse

Ein Ratschenverschluss ersetzt in aller Regel den obersten Klettriegel. Die Ratsche kann mit ihrem Hebel-Mechanismus bequem geschlossen werden. Auf diese Weise wird dafür gesorgt, dass der Fuß im Schuh einen festen und sicheren Halt hat. Für die übrige Fixierung sorgen dann meist zwei weitere Klettverschlüsse. Bei hochwertigen Ratschen können Sie die Spannung unterwegs stufenweise erhöhen oder verringern, was auf jeden Fall ein Vorteil ist. Allerdings sorgen Ratschen auch für ein erhöhtes Gewicht.

Ratschenverschluss

Ein Rennradschuh mit Ratschenverschluss

Klassische Schnürung

Rennradschuhe mit einer normalen Schnürung sind derzeit sehr beliebt. Diese Lösung ist eigentlich extrem günstig, aber dennoch vor allem im Profi-Segment zu finden. Bei Schuhen mit Schnürung haben Sie den Vorteil, dass das Gewicht nicht unnötig erhöht wird. Zudem tragen sie zu einer sehr guten Aerodynamik bei, denn es gibt keine überstehenden Elemente, die für unnötigen Windwiderstand sorgen würden.

Die Druckverteilung auf dem Spann kann mit der Schnürung problemlos individuell auf den Fuß abgestimmt werden. Demzufolge sind Druckstellen praktisch ausgeschlossen. Aber auch hier gibt es einen Nachteil: Es ist recht aufwendig, diese Art von Verschluss unterwegs anzupassen, weil ein kurzer Stopp erforderlich ist.

Specialized

Der Specialized Exos hat einen klassischen Schnürsenkel-Verschluss

Drehverschlüsse

Drehverschlüsse sind bei Rennradschuhen vor allem im hochpreisigen Segment zu finden. Das gilt insbesondere dann, wenn nicht nur ein Drehverschluss zum Einsatz kommt, sondern direkt zwei. Drehverschlüsse können fein abgestimmt geschlossen und geöffnet werden – und zwar auch unterwegs. Dies ist ein eindeutiger Pluspunkt. Wenn gleich zwei Drehverschlüsse vorhanden sind, ist es besonders einfach, den Druck individuell auf dem Spann zu verteilen.

Aber Vorsicht: Bei manchen älteren Schuhmodellen kann der Drehverschluss nur klickweise geschlossen werden, lässt sich aber nicht dosiert öffnen. Von derartigen Modellen sollten Sie lieber die Finger lassen.

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Rennradschuhe: Spezielle Mischformen

Um die Verschluss-Systeme zu verbessern, entwickeln die Hersteller von Rennradschuhen immer wieder neue und innovative Mischformen, die die Vorteile mehrerer Verschlüsse kombinieren. Empfehlenswert sind zum Beispiel Modelle mit einer Schnürung oder einem Klettverschluss im Vorfuß und einem Drehrad überm Mittelfuß, damit Sie auch beim Fahren nachjustieren können.

Unterschiede bei den Leisten der Hersteller

Viele Hersteller haben exakt einen Leisten für die Schuhmodelle. Es gibt aber auch Marken, die Rennradschuhe in einer speziellen, breiteren Ausführung anbieten. Beim Label Sidi etwa heißen derartige Varianten „mega“, während Shimano diese Modelle als „wide“ bezeichnet.

Auch Northwave hat manche Schuhmodelle in der „wide“- und in der „slim“-Ausführung im Angebot. Es lohnt sich auf jeden Fall, die unterschiedlichen Kreationen auszuprobieren.

Gewicht der Rennradschuhe – wie wichtig ist es?

Das Schuh- und Sohlengewicht ist bei Rennradschuhen von sehr hoher Bedeutung, da beim Radfahren eine rotierende Masse entsteht. Wichtig ist, dass das Schuhgewicht zum Fahrer passt. Ein Fahrer, der 110 Kilogramm auf die Waage bringt, sollte einen Schuh ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der Stabilität kaufen. Das gilt auch, wenn er große Schuhgrößen benötigt, da andernfalls die Hebelverhältnisse ungünstig beeinflusst würden.

Anders verhält es sich hingegen bei einem 60 Kilogramm schweren Radfahrer, der wiederum ganz andere Ansprüche an seinen Rennradschuh stellen wird. Er sollte auf eine leichtere Bauweise achten, damit er bei einem niedrigen Energieaufwand flüssig in die Pedale treten kann.

Rennradschuhe für Herren und für Damen – wodurch unterscheiden sie sich?

Insbesondere in dem Leisten, auf dem der Rennradschuh hergestellt wird, unterscheiden sich Damenschuhe von Herrenschuhen. Oft verfügen Damenschuhe über einen breiteren Vorfuß und einen höheren Spann.

Zudem gibt es diese Schuhe in abweichenden Größen: Oft beginnen die Frauenschuhe schon ab Größe 36, während die maximale Größe bei 43 liegt. Rennradschuhe für Männer werden hingegen ab Größe 37 bis Größe 50 angeboten. Grundsätzlich ist es auch möglich, sich bei den Schuhen des anderen Geschlechts umzuschauen, sofern die Passform stimmt.

Kosten: Wie viel Sie für hochwertige Rennradschuhe einplanen sollten

Alles in allem stellen wir fest, dass der Rennradschuh eine bedeutende Funktion für Rennradfahrer erfüllt, da er die wichtigste Kontaktstelle zwischen dem Fahrer und seinem Rad darstellt. Er ist ein wichtiges Element der Rennradausstattung.

Aus diesem Grund sollten Sie keinesfalls an der falschen Stelle sparen. Bei vielen Herstellern kosten gute Rennradschuhe ab 100 Euro aufwärts. In dieser Preiskategorie finden Sie solide Schuhe, die für viel Spaß auf dem Rennrad sorgen werden. Nach oben gibt es praktisch keine Grenzen, sodass Sie auch durchaus mehr Geld ausgeben können. Um Geld zu sparen, ohne dass dies auf Kosten der Qualität geht, können Sie auch nach Angeboten im Schlussverkauf oder nach Restposten die Augen offen halten.

Welches Zubehör ist erforderlich?

Neben den eigentlichen Rennradschuhen benötigen Ihre Füße noch mehr, um perfekt auf lange Ausfahrten vorbereitet zu sein. Verzichten Sie auf keinen Fall auf spezielle Rennrad-Funktionssocken. Diese sind in der Lage, Schweiß gut aufzunehmen und ihn nach außen abzuleiten. Darüber hinaus sind diese Rennradsocken dünner als normale Baumwollsocken. Sie werfen keinerlei Falten, die wiederum Druckstellen oder Reibung begünstigen würden.

Bei Kälte und Nässe sind außerdem Rennrad-Überschuhe sehr empfehlenswert. Sie tragen dazu bei, dass Sie nicht extra noch in teure Winter-Rennradschuhe investieren müssen, denn sie schützen sowohl vor leichter Nässe als auch vor Kälte. Auf dünne Aero-Überzieher können die meisten Hobbyfahrer verzichten, während sie für Profis ebenfalls zu empfehlen sind.

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