Bikefitting
Bikefitting: Sitzposition auf dem Triathlonrad – Aerodynamik und Komfort

Erklärung: Was ist Bikefitting?

Bikefitting: Sitzposition auf dem Triathlonrad – Aerodynamik und Komfort

Ein professionelles Bikefitting soll die Leistung eines Triathleten maximieren. Doch welcher Ansatz ist ideal? Wie läuft die Lizenzvergabe für Bikefitter? Ein Überblick.
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Bikefitting ist nicht gleich Bikefitting. Welcher Ansatz für welchen Athleten ideal ist, lässt sich pauschal nicht vorhersagen. Hinzu kommt: „Bikefitter“ ist kein geschützter Begriff. Es gibt praxisorientierte Bikefitter und solche, die ihr Bikefitting nach strengen, vermeintlich wissenschaftlichen Erkenntnissen durchführen.

So ist es möglich, dass ein und derselbe Fahrer mit demselben Triathlonrad bei unterschiedlichen Experten unterschiedliche Sitzpositionen empfohlen bekommt. Bei der Suche nach einem guten Bikefitter spielt vor allem ein Faktor eine entscheidende Rolle, dessen Maß sich schwer erfassen lässt. Dieser Faktor ist Erfahrung. Je erfahrener ein Bikefitter ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, eine auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Sitzposition zu erhalten.

Wie läuft ein Bikefitting ab?

Lizenzvergabe beim Bikefitting?

Physiotherapeuten, Ärzte, Sportwissenschaftler, Radhändler und Trainer können sich als Bikefitter bezeichnen. Eine einheitliche Lizenzvergabe findet nicht statt. Derlei Lizenzen gibt es aber. Oft vergeben sie Radhersteller zur Analyse der Sitzposition nach einer Schulung an Radhändler oder Institute.

Unterschiedliche Bikefitting-Anbieter verfolgen unterschiedliche Ansätze und setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte. Wichtig ist: Zur Leistungssteigerung kann ein Bikefitting nie so viel beitragen wie eine bestmögliche Trainingssteuerung, Disziplin – und Talent.

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Kompromiss

Die Sitzposition auf dem Triathlonrad ist immer ein Kompromiss: aus Aerodynamik, Komfort, Leistung und Steuerbarkeit. Die unterschiedliche Gewichtung dieser vier Komponenten ergibt schlussendlich eine individuelle, auf die jeweiligen Bedürfnisse des Athleten abgestimmte Sitzposition. Ein Bikefitter ist in diesem Prozess eher ein Vermittler als derjenige, der die vermeintlich optimale Sitzposition vorgibt.

Das Bikefitting an sich ist keine einmalige Angelegenheit, sondern vielmehr ein Prozess. So wie Trainingsumfang und -intensität über die Saison variieren, kann sich auch die ideale Sitzposition während der Saison verändern.

Allein schon der Trainingszustand erlaubt es meist, während der Rennperiode deutlich aggressiver und gebückter auf dem Rad zu sitzen als in der Off-Season oder im Aufbautraining. Auch dies verdeutlicht die Bedeutung von Core- und Stabi-Training.

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