Campagnolo Chorus
Campagnolo Chorus mit 12-fach-Kassette

Campagnolo Chorus: 12-fach-Kassette für Felgen- und Scheibenbrems-Versionen

Campagnolo Chorus mit 12-fach-Kassette

12-fach-Kassetten für die Chorus: Campagnolo präsentiert eine neue Chorus-Schaltgruppe mit Felgen- oder Scheibenbremsen.
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Die 12-fach-Entwicklung geht weiter. Nach den Top-Gruppen Super Record und Record präsentiert Campagnolo nun auch eine neue Chorus-Gruppe mit 12-fach-Kassette. Die neue Schaltung wird es in Versionen für Felgen- und für Scheibenbremsen geben. Alle Informationen im Überblick – Gewichte und Preise am Ende des Artikels.

Die Ergopower-Hebel der Disc-Version der neuen Campagnolo Chorus

Campagnolo Chorus: Ergopower-Schalthebel

Die bekannten Ergowpower-Schalthebel von Campagnolo wurden für die neue Chorus-Schaltgruppe überarbeitet. Dabei wurde die Ergonomie weiter verbessert – unter anderem durch einstellbare Griffweiten und einem Knauf mit vibrationsdämpfender „Vari-Cushion-Technology“. Mit einem einfachen Inbusschlüssel lassen sich die Brems- und Schalhebel je nach gewünschtem Druckpunkt und individueller Griffweite anpassen.

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12-fach-Gruppe Chorus: neue Schalt- und Bremshebel

Basierend auf den Ergebnissen von Studien zur Handbewegung wurden die Bremshebel überarbeitet. Campagnolos Ergopower-Bremshebel sind traditionell geschwungen. Der Schwung nach außen am unteren Ende des Hebels wurde nun überarbeitet und soll ergonomischer zu greifen sein. Auch der Daumenschalthebel wurde vergrößert, ebenso wie die mit den Fingern zu bedienenden Schalthebel, die hinter den Bremshebeln platziert sind.

Die Ergopower-Hebel der Felgenbrems-Version

Effizienter bremsen: Campagnolo Chorus

Die Achse des Bremshebels wurde in eine Linie mit der Neigung der Handauflage am Ergopower-Bremshebel gebracht. Daduruch soll sich der Hebel effizienter betätigen lassen, weniger Fingerkraft ist zum Bremsen nötig. Die Hebel zum Hochschalten liegen direkt hinter den Bremshebeln, und sollen somit noch schneller und sicherer zu bedienen sein.

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One-Lever-One-Action: Campagnolos Schaltlogik

Weiterhin gilt auch für die neuen Chorus-Gruppen die Schaltlogik von Campagnolo: mit jedem Hebel ist jeweils nur genau ein Brems- oder Schaltbefehl auszuführen. Mit den Bremshebeln bremst man entweder vorne oder hinten. Mit den Schalthebeln hinter den Bremshebeln schaltet man rechts in einen leichteren Gang auf der Kassette, links wechselt man auf das große Kettenblatt. Mit den Daumenhebeln wechselt man rechts in einen schwereren Gang auf der Kassette, links wechselt man auf das kleine Kettenblatt.

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Ultra-Shift-Mechanismus: Gänge überspringen mit der Campagnolo Chorus

Will man auf der Kassette in einen leichteren Gang wechseln, so kann man die Kassette mit nur einer Bewegung fünf Ritzel weiter wandern lassen – hierfür klickt man nicht einfach nur einmal auf den Hebel, sondern drückt ihn um einige Grad weiter. Das Prinzip funktioniert auch beim Wechsel in schwerere Gänge: um bis zu drei Gänge kann man mit dem rechten Daumenhebel mit einer Bewegung nach oben schalten.

Neues Schaltwerk, neue Mechanik: im Inneren der Schalt-Brems-Hebel der Campagnolos Chorus

Die in den Knäufen liegende Mechanik für die Bremsen wurde für die neue Campagnolo-Chorus-Gruppe komplett überarbeitet. Sie soll besonders gut mit dem neuen Umwerfer kompatibel sein. Das gilt sowohl für die Felgenebrems- als auch für die Scheibenbrems-Version der Gruppe.

Das Schaltwerk der neuen Campagnolo Chorus

Speziell für die Discs: Campagnolo Chorus mit Scheibenbremsen

Die Zylinder der Scheibenbrems-Version der neuen Campagnolo Chorus sind kaum voluminöser oder höher als die der Felgenbrems-Version. Die Entwickler hatten den Fokus entsprechend auf ein kompaktes Design gelegt. Die Zylinder sind in vertikaler Position angebracht, das soll sowohl der Funktion als auch der einfachen Wartung dienen. Der Auslass zum Entlüften und zum Wechsel der Bremsflüssigkeit befindet sich am oberen Ende. Rechts und links sind die Zylinder gleich.

Weniger Reibung: Kabel und Züge der Campagnolo Chorus

Die Züge wurden so überarbeitet, dass es weniger Reibung zwischen den Kabeln und den Gehäusen geben soll. Die Züge sollen durch neues Design besonders lange reibungsarm funktionieren.

Der Umwerfer an der neuen Campagnolo Chorus

Der Umwerfer der neuen Campagnolo Chorus

Der Umwerferkäfig wurde besonders filigran designed, um eine möglichst schnelle Reaktion auf Schaltbefehle zu ermöglichen. Das Design der Innenseite des Umwerfers soll die Kette besonders sauber führen. Auch das Reiben bei leichtem Kettenschräglauf soll dadurch verringert werden. Für jede Kettenposition soll der Umwerfer in einer Position liegen, die einen Kettenlauf ohne Reibung ermöglicht.

Campagnolo Chorus: das Schaltwerk

Das Schaltwerk besteht aus einem Kunststoffgehäuse, das mit UD-Carbon verstärkt ist, das besonders belastbar und haltbar sein soll. Das Gewicht konnte im Vergleich zur Vorgängerversion gesenkt werden, die Haltbarkeit und die Steifigkeit und damit die Schaltperformance sollen auf dem gleichen Niveau sein.

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Kettenführung am Schaltwerk der Campagnolo Chorus

Das obere Rädchen des Schaltwerks soll durch die neue 3D-Embrace-Technologie besonders nahe an der Kassette geführt werden. Somit wird auch die Kette näher und sicherer am jeweils aktuellen Ritzel geführt. Die Laufbahn der Kette ist für die Kassetten-Versionen mit Übersetzungen von 11-29 und 11-32 optimiert. Der Umwerfer ist mit allen für die Gruppe verfügbaren Kassetten kompatibel.

3D-Embrace-Technology: optimiertes Schaltwerk der Campagnolo Chorus

Diese Technologie ermöglicht es, dass an jedem Ritzel mehr Zähne am Antrieb beteiligt sind. Dadurch soll eine bessere Kraftübertragung möglich werden. Unabhängig davon, auf welchem Kettenblatt die Kette läuft, soll sich das obere Rädchen des Schaltwerks durch ein Zahnrad in die optimale Position nahe unterhalb des Ritzels bewegen. Die Schalträdchen wurden vergrößert und weisen nun 12 Zähne auf.

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Unterschiedliche Zähne an den Schaltröllchen der Campagnolo Chorus

Am oberen Schaltröllchen wurden die Zähne verlängert, damit die Kette besonders sicher geführt wird. Am unteren sind die Zähne kürzer, damit die Kette auch bei leichtem Schräglauf flüssig läuft. Dadurch soll das Schaltwerk besonders gut kompatibel für die verschiedenen angebotenen Übersetzungsverhältnisse der Kassette sein, außerdem sollen somit verschiedende Kettenlängen möglich sein. Mehr Sicherheit soll es durch einen vergrößerten Abstand zwischen Speichen und Schaltwerk geben.

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Befestigen und Einstellen: das Schaltwerk der Camapgnolo Chorus

Das Befestigungssystem des Schaltwerks soll eine besonders gute Kompatibilität mit verschiedenene Rahmenformen, egal ob Felgen- oder Scheibenbremse, bieten. Die Beweglichkeit des Umwerfers wird durch kleine Schrauben an der Rückseite eingestellt. Eine Feder an der Aufhängung soll Vibrationen vom Untergrund dämpfen und die Funktion des Schaltwerks schützen. Beim Hochschalten greift der Umwerfer weiter außen, wodurch ein „Drücken ins Leere“ bei Campagnolo ausgeschlossen sein soll.

Die 12-fach-Kassette der neuen Campagnolo Chorus

Die Kassette: 12 Ritzel bei der Campagnolo Chorus

Dank der 12-fach-Kassette sind die Gangsprünge besonders klein. Bis zum siebten Ritzel liegt zwischen den Ritzeln jeweils nur ein Zahn mehr oder weniger. Die Kassette ist in den Ausführungen 11-29, 11-32 und 11-34 erhältlich. Die Breite der Kassette ist dabei gleich mit der der älteren 11-fach-Kassetten und daher kompatibel mit den alten Freiläufen. Die hinteren Ritzen sind als Dreier-Pakete monolithisch aus Stahl gefertigt und sollen besonders steif sein.

Antrieb: Die Kurbel der Campagnolo Chorus

An der Kurbel kommt die „Advanced Campagnolo Carbon Technology“ zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine neue und weiterentwickelte Carbonverbindung, die leichter und weiterhin sehr steif und haltbar sein soll. Der neue vierarmige Spider mit acht Bolzen soll steifer und damit reaktiver sein und somit eine bessere Kraftübertragung bieten. Auch die Haltbarkeit soll verbessert sein.

Die Kurbel der neuen Campagnolo Chorus

Kettenblätter der Campagnolo Chorus

Die Kettenblätter sind anodisiert und sollen dadurch stabiler und haltbarer werden. Die Zähne des innere Kettenblatte sind symmetrisch und sollen dadurch die Reibung bei Kettenschräglauf möglichst gering halten. Die Kurbelgarnituren gibt es in drei Ausführungen: Mit Übersetzungen von 50/34, 52/36 und mit 48/32. Letztere könnte eine mögliche Verwendung im Gravel-Bereich nahelegen. Vier verschiedene Kurbellängen bietet Campagnolo an: 165, 170, 172,5 und 175 Millimeter.

Schmale Kette für 12 Ritzel: Campagnolo Chorus

12 Ritzel hat die neue Kassette der Campagnolo Chorus: doch die Kassette bleibt gleich breit wie das vorherige 11-fach-Modell. Die Kette jedoch ist nun dünner. Dennoch soll die gewohnte Haltbarkeit und Sicherheit der Campagnolo-Ketten erhalten bleiben. Die Ritzel sollen sich zudem schneller in die Freiräumen zwischen den Gliedern fügen.

Die spezielle Kette für die 12-fach-Kassette

Bremsen: Felgen-Bremsen der Campagnolo Chorus

Die Bremskörper wurden neu designed: der Verlauf der Konturen der Skelett-Konstruktion ist weicher. Die Bremskraft soll bei geringen Gewicht sehr hoch sein. Kompatibel soll der Körper mit Reifen bis zu 28 Millimetern Breite sein, zudem in C17- als auch mit C19-Norm. Es gibt auch eine Direct-Mount-Version der Bremsen.

Die Körper der klassischen Felgenbremse

Disc-Version der Campagnolo Chorus

Die Bremssättel der Disc-Systeme bestehen aus geschmiedetem Aluminium, das hohe Steifigkeit und damit ein besonders zuverlässiges, gleichmäßiges Bremsverhalten bieten soll. Für die verschiedenen Bremsscheiben-Durchmesser von 140 und 160 Millimetern kommen unterschiedliche Formate zum Einsatz. Möglich sind Kombinationen mit vorne 160 und hinten entweder 160 oder 140 Millimeter messenden Scheiben.

Kompatibilität der Chorus-Disc-Bremsen

Kompatibel sollen die Bremssättel mit allen Flat-Mount-Rahmen sein, auf Adapter soll man verzichten können. Die Bremssättel werden mit zwei Schrauben durch Rahmen oder Gabel direkt befestigt. Das soll die Bremssättel stabiler machen und zusätzliche Hebelkräfte vermeiden. Durch die Kombination einer mechanischen und einer magnetischen Feder werden die Bremsbeläge in schleiffreier Position gehalten, sollen nach dem Bremsen besonders schnell in die Ausgangsposition zurückwandern und besonders verlässlich und haltbar sein. Die Aufnahmen der Bremsbeläge bestehen aus Stahl und sollen besonders steif und haltbar sein.

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Discs und Sicherheit der Campagnolo Chorus

Die Kanten der Scheiben sind abgerundet und sollen somit besonders sicher sein. Hitze, die beim Bremsen entsteht, soll durch die spezielle getrennte Konstruktion der Bremsflächen und der Scheibenaufnahmen kaum weitergeleitet werden. Somit soll die Gefahr des Überhitzens der Bremsflüssigkeit vermindert werden.

Versionen der neuen Campagnolo Chorus

  • Kurbeln: 52/36, 50/34, 48/32 Zähne
  • Kurbellängen: 165, 170, 172,5, 175 Millimeter
  • 12-fach-Kassetten: 11-29, 11-32, 11-34 Zähne

Campagnolo Chorus: Gewichte und Preise

  • Campagnolo Chorus 12-speed Disc: 2631 Gramm / 1819 Euro
  • Campagnolo Chorus 12-speed Rim:  2333 Gramm / 1275 Euro

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