Transkranielle Gleichstromsimulation, Studie
Transkranielle Gleichstromsimulation: Studie über Gehirn-Training für Sportler

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Transkranielle Gleichstromsimulation: Studie über Gehirn-Training für Sportler

Im Training geht es für Sportler darum, leistungsfähiger zu werden. Möglicherweise kann die transkranielle Gleichstromsimulation dazu beitragen. Eine Studie über das Gehirn-Training.
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Besser zu werden, leistungsfähiger – darum geht es im Training. Dies kann möglicherweise auch die transkranielle Gleichstromsimulation bewirken. Die auch unter der Abkürzung „tDCS“ bekannte Methode soll die Hirnleistung verbessern können, wie Erkenntnisse verschiedener Studien nahelegen.

Für die Methode werden am Kopf Elektroden angebracht, die schwachen Strom durch die Schädelknochen hindurch ins Gehirn leiten. Dort stimulieren sie die Nervenzellen, die dadurch besser arbeiten oder formbarer, also lernfähiger, werden sollen. Je nach stimulierter Hirnregion und je nach Stärke und Ladung können die Wirkungen unterschiedlich sein.

Für Sportler kommen unterschiedliche Effekte in Frage: Zum einen könnte man die Neuronen theoretisch unmittelbar vor einem Wettkampf stimulieren, um die motorische Leistungsfähigkeit sofort zu verbessern. Zum anderen könnte dauerhaft die Reizverarbeitung optimiert werden.

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Transkranielle Gleichstromsimulation: Studie an Universität Kent

In einer an der Universität Kent durchgeführten Studie konnten Probanden nach einer transkraniellen Gleichstromsimulation ihre Ausdauer um 23 Prozent steigern – im Gegensatz zu Mitgliedern einer Kontrollgruppe. Die gesunden und sportlich aktiven Probanden pedalierten dafür unmittelbar nach der Stimulation auf dem Ergometer bei 70 Prozent ihrer zuvor ermittelten Maximalleistung.

Die Forscher vermuten, dass die Stimulation kurzfristig die allgemeine Ermüdung verringern kann – oder zumindest das Empfinden dafür. Eine Erklärung könnte sein, dass durch eine neuronale Verbesserung die Tritteffizienz steigt.

Einige Wissenschaftler äußerten Bedenken hinsichtlich unerforschter Risiken und Langzeitwirkungen, zumal die Behandlung nicht selten von Laien durchgeführt wird. Inwiefern die Methode in Zusammenhang mit der Dopingthematik relevant ist, gilt es noch zu ergründen.


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